FKV Meisterschaft Hollandkugel

 

Hollandkugelwerfer trotzen dem Regen

 

Der 5. Sieg in Folge für Wiebke Schröder

 

Roman Wübbenhorst der neue Meister

 

Knappe Entscheidungen zur Fahrkarte DM

 

 

Kleinensiel/WBö, Die Hollandkugelmeisterschaft des Friesischen Klootschießerverbands (FKV) erstmals auf dem Außendeichgelände in Kleinensiel an der Weser. Doch mit dem 2. Dauerregentag die vermehrten Anrufe bei der Fachwartin Monika Heiken, ob die Veranstaltung durchgeführt wird. Die Wasserlachen überall auf den Weiden im FKV Gebiet zu sehen, nur nicht hier an der Weser im Kreisverband Butjadingen. Auch wenn die Wurfweiten von der Landesmeisterschaft der Oldenburger aus der Vorwoche nicht wieder erreicht wurden, die Bedingungen waren noch recht zufriedenstellend. Der Boden nur am Anfang des Geländes etwas weich, dann fast überall eine kurz gefressene Grasnarbe von den Schafen. Von der Deichschäferei Strodthoff-Schneider war in der Vorwoche die 1200 Meter lange Bahn zudem gemäht und gewalzt worden. Der noch recht harte Boden lies einen guten Trüll, das Auslaufen der 300 Gramm schweren Hollandkugel, zu. Ein besonderer Reiz und Herausforderung die natürlichen Hindernissen bei dem Streckenwerfen mit den zehn Wurf. Da lief zu einem nach 350 Meter ein kleiner trockener Graben quer rüber. Dieser war mittig auf einer Breite von 6 Meter verrohrt. Hier war ein leichtes Durchflüchten möglich. Nach genau 800 Meter ein Schafszaun mit einem 4 Meter breiten Gatter. Dieses wurde für das Durchwerfen geöffnet. Bis hier warfen aber nur die besten Männer. Diese Meisterschaft mit der zusätzlichen Aufwertung mit der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Diese steht am Himmelfahrtswochenende 2018 in Middels, KV Aurich an. Insgesamt hätten sich die Verantwortlichen des FKV eine größere Resonanz erhofft. In jeder Altersklasse konnten die Landesverbände Oldenburg und Ostfriesland jeweils 7 Sportler stellen. Bedingt durch das Fernbleiben bei den Landesmeisterschaften konnte diese Quote nicht immer erreicht werden. So gaben die sogenannten Länderwertungen auch nicht das mögliche Leistungspotenzial wieder. Bei diesen Wertungen flossen die jeweils fünf besten Ergebnisse von beiden Seiten aus den Gruppen ein. Bei den Frauen gingen von 14 möglichen Starterinnen nur 8 Sportlerinnen in die Bahn. In den insgesamt 8 Klassen brachten sich 74, von 112 möglichen Friesensportlern ein. Fast identisch damit die Werfer gegenüber dem Vorjahr. Da waren 75 Sportler dabei. Die Ländergesamtwertung gewann Oldenburg mit einem Vorsprung von 1036,55 Meter. Oldenburg kam insgesamt auf 18025,40 Meter und Ostfriesland auf 16988,85 Meter. Bei den Frauen ein Frauen-Quartett um die Podiumsplätze vorausgesagt, die dann um die Medaillen kämpften. Die Gejagte war die vierfache FKV Meisterin Wiebke Schröder, Haarenstroth. Die Titelverteidigerin, sowie die ostfriesische Landesmeisterin Anke Klöpper, Südarle mit nicht optimalen Anwürfen. Das gelang der zweifachen Ex-Europameisterin Marina Kloster-Eden Theener wesentlich besser. Am Ende sollte der 5. Sieg in Folge von Wiebke Schröder mit 650,35 Meter noch sicher anstehen. Die sichtlich erfreute 28 jährige Siegerin: „ Bei den ersten fünf Wurf war ich noch nicht optimal drin.“ Wie im Vorjahr gewann Marina Kloster-Eden erneut Silber mit 617,05 Meter. Die 42 jährige: „ So lange es noch so gut läuft bin ich gerne dabei.“ An ihrem 25. Geburtstag freute sich die Vorjahresvierte Anke Klöpper, Südarle, 612,00 m, über die Bronzemedaille. In der letzten Saison Bronze, jetzt mit 591,55 m, Bianca Blum., Theener, Vierte. Diesmal aber kein undankbarer Platz, denn dieses Quartett hat die Stammplätze zur DM eingenommen. Ersatzwerferin ist Sabine Altona, Reepsholt, 557,60 m. Mit Abstand die drei Werferinnen aus der Wesermarsch auf den nächsten Rängen. Brigitte Sanders, Reitland, 448,00 m, vor Svenja Girnus, Esenshamm, 418,60 m und Neele Bruns, Waddens, 402,00 m. In der Länderwertung Ostfriesland, 2378,20 m deutlich vor Oldenburg, 1500,35 m. Bei den Männern, 13 Aktive dabei. Das Leistungsniveau sehr eng beieinander. Neuer FKV Meister wurde der 29 jährige Roman Wübbbenhorst, Dietrichsfeld, 892,10 m. Nur zwei Meter weniger warf Keno Vogts, Hollwege, 890,10 m. Der 23 jährige Titelverteidiger hatte vor dem letzten Wurf 20 Meter vor den neuen Meister gelegen. Nur weitere 2,30 Meter zurück, der Bronzeplatz für Daniel Heiken, Schirumer-Leegmoor 887,80 m. Mit zur DM, 5 Stammwerfer und ein Ersatzwerfer, auch Horst Dieling, Dietrichsfeld, mit 873,00 m dabei. Dann Meterentscheidungen zwischen vier Werfern um die restlichen zwei Plätze. Fünfter wurde Sören Bruhn, Schweinebrück, 861,60 m. Nur 1,20 m weniger, 860,40 m, bedeuten den Reserveplatz für Renko Altona, Horsten. Im Pech der bekannte erfolgreiche Friesensportler Frank Goldenstein, Pfalzdorf, der um ganze 80 Zentimeter einen DM Platz verfehlte. Der FKV Sieger von 2015 warf 859,60 Meter. Mehr ausgerechnet hatte sich sicherlich auch der Oldenburger Meister Hendrik Rüdebusch, Vielstedt-Hude. Mit 859,00 m fehlten ihm 1,40 Meter für die DM. Angesichts dem knappen Ausgang hörte man heraus, man hätte sich nicht nur ein Werfen, wie bei den Boßlern üblich, Richtung DM gewünscht. Auf Rang neun folgte Jörn Aakmann, Berumbur, 794,65 m, gefolgt von Janik Bruns, Abbehausen, 739,40 m, Marcel Brunken, Mentzhausen, 735,90 m, Olaf Czeranowicz, Schweewarden, 625,00 m und Thorben Cordes, Spohle, 620,60 m. Der amtierende Deutsche Meister Tim Wefer, Mentzhausen, hatte sich überraschend nicht bei dieser Meisterschaft eingebracht. Die Länderwertung sah auch hier Ostrfriesland, 4372,90 m vorn, vor Oldenburg mit 4085,00 m. Die Siegerehrung bei Sonnenschein führten Monika Heiken und Helmut Eden durch. Der FKV Vorsitzender Jan-Dirk Vogts sprach an, das man sich für die DM nur noch sportlich über die Veranstaltungen der Landesverbände einbringen kann. Für das Drum und Dran in der Logistik brachte sich neben dem Kreisverband Butjadingen, etliche Helfer vom KBV Esenshamm um den Vorsitzenden Ralf Enno Müller ein.

 

Ergebnisse

Kategorie: Kloot/ Hollandkugel, geschrieben am 15.09.2017 von Robert Schröder