Landespokal 2019/20

 

Boßler vom Titelverteidiger Schweewarden werfen Kreuzmoor raus

 

Landesligist Spohle gewinnt beim Verbandsliga Meister Torsholt

 

Holtange stellt erneut die Heimstärke gegen den Landesmeister Schweinebrück heraus

 

Bei den Frauen ein Kreisligisten Finale

 

Rastederberg/WBö, Der Boßelspielbetrieb lief mit wenigen Begegnungen im Landesverband Oldenburg wieder an. Den Auftakt bildeten die Halbfinals im Landespokal bei den Männern und Frauen.  Die beiden Endspiele werden unter der Leitung vom Spielleiter Erich Kuhlmann am Sonntag den 12. Juli durchgeführt. Los geht es um 13 Uhr auf der Endspiel-Pokal-Strecke in Bekhausen ab dem Dorfkrug. Gegenüber dem Punktspielbetrieb ist die Mannschaftsstärke im Pokal halbiert. Die Männer gehen mit 2 Gruppen, Holz und Gummi, mit 8 Aktiven auf die Strecke. Die Frauen werfen in einer Gruppe, Hintour Gummi, Rücktour Holz, mit 4 Sportlerinnen.   

 

Die Begegnungen im Halbfinale

 

Schweewarden – Kreuzmoor/Bekhausen  4:0

 

 

Beim Landesliga-Duell empfing der Titelverteidiger den zweifachen Pokalsieger. Die Gäste waren gewarnt, verloren sie doch beide Punktspiel-Begegnungen in dieser Saison gegen das Team aus dem Kreisverband Butjadingen. Auch im Pokal behielten die Gastgeber die Oberhand. Der Schweewarder Mannschaftsführer Stefan Freese:“ Fast 4 Monate Pause durch Corona das war hart. Beim Training in den letzten 2 Wochen konnte man schon erkennen das wir nachgelassen haben was die Wurfleistungen und Ausdauer betrifft.“

Der Wettkampf verlief lange auf Augenhöhe. Bis zur Wende führten die Gastgeber knapp mit 1 Schoet. Die Holz lag 2 vor und die Gummi 1 zurück. Stefan Freese erfreut:“ Die Holz machte weiter ihr Ding.“  Die Gruppe gewann mit 51 Wurf  4,020 Schoet. Die Gummi musste ganz schön kämpfen um von den einem Schoet Rückstand wieder runter zu kommen. Die Gäste standen schon kurz vor dem 2. Schoet. Der Schweewarder Sascha Freese brachte die Hausherren wieder ran. Ihm gelang auf der Rücktour mit der Gummi kurz vor Tettens ein Topwurf der über 300 Meter weit lief. Von Tettens zum Ziel nach Schweewarden schlichen sich bei den Werfern aus dem Kreisverband Stadland ein paar Fehler ein. So gewannen die Hausherren auch diese Gruppe mit 53 Wurf noch mit 16 Metern. Zum Schweewarder Aufgebot zählten in der Holz Bjarne Frerichs, Björn Helmerichs, Christian Edzards, Janik Bruns und Karsten Bruns. Mit der Gummi waren Denis Wache, Sascha Freese, Maik Wache, Stefan Freese und Andre Bruns dabei. Der Kreuzmoorer Matthias Gerken: „In der Gummigruppe war es ein Duell auf Augenhöhe und wir lagen lange vorne. In der Holz fehlte es uns an konstanten Würfen und wir musste immer einem Rückstand hinterherlaufen. Gegen gute Schweewarder konnte nichts aufgeholt werden. Wir haben verdient verloren.“

Kreuzmoor/Bekhausen bot in der Holz Matthias Gerken, Thomas Varenkamp, Christian Runge und Stefan Runge auf. In der Gummi kamen Manuel Runge, Christoph Müller, Rainer Schmidt, Timo Kuhlmann und Jan-Bernd Meyer zum Einsatz.

 

Torsholt – Spohle  0:5

 

 

Die junge Torsholter Mannschaft, der Verbandsliga-Meister, traf auf einem zukünftigen Konkurrenten aus der Landesliga. Der Torsholter Torben Sommer:“ Die Gummi ist in den 

ersten Durchgängen unter ihren Möglichkeiten geblieben. Die erfahrenen Spohler haben  diese Fehler schnell bestraft.“ Die Gäste gingen frühzeitig mit 2 Schoet in Führung. Im späteren Verlauf wurden die Torsholter Truppe immer stärker und fand ihren Rhythmus. Im letzten Drittel ging es nur um einige Meter mit vielen knappen Führungswechseln. Der Wettkampf der Gummi auf hohem Niveau. Im Ziel wiesen die Gäste einen Vorsprung von 60 Meter auf. Der Torsholter Thorsten Fresemann mit dem Auftakt der Holz nicht zufrieden:“ Der erste Durchgang war leider nur mäßig. Spohle wirft von Anfang an nahezu fehlerfrei. Bis zur Wende zeigten wir dann eine solide Leistung.“ Die Gäste aber schon mit dem Vorsprung von 3 Schoet. Nach der Wende ging es auf einem hohen Niveau von beiden Teams weiter. Auf dem letzten Teil der Strecke ließen die Torsholte einige Würfe zu tief liegen. Im Ziel betrug der Vorsprung für die Gäste 4,110. Thorsten Fresemann: „Insgesamt hat Spohle durch weniger Fehler verdient gewonnen.“  Insgesamt betrug der Vorsprung 5,020.

Der Spohler Sprecher Keven Hoots:“ In der Gummi war es ein Wettkampf auf Augenhöhe, der sich erst auf den letzten Würfen entschieden hat. In der Holz hat Torsholt den Start etwas verpennt und ist schnell ins Hintertreffen geraten. Wir waren auf der Hintour richtig stark und haben auf der Rücktour einen sicheren Stiefel geworfen. „

Bei den Torsholter nahmen Fabian Sommer, Brian Wessels, Simon Sommer und Pascal Grensemann die Holz in die Hand. Die Leistungen mit der Gummi riefen Dennis Bödecker, Rene Bödecker, Lukas Fresemann und Kevin Barkemeyer ab. Die Spohler brachten sich in der Holz mit Patrick Hattermann, Henning Heinen, Holger Folkens, Frank Müller und Keven Hoots ein. In der Gummi waren Sascha Hemme, Andreas Stindt, Markus Praß, Marcel Frerichs, Mike Frerichs und Jannis Gerdes an der Kugel. Thorben Cordes ist als Anzeiger mit gelaufen.

 

Spohle erstmals im Finale, gegen den Titelverteidiger Schweewarden mit dem Heimvorteil. Die Spohler beginnen auf fast identischer Strecke von der anderen Seite, und werfen nach der Autobahnbrücke noch durch die S-Kurve hindurch, fast dorthin wo jetzt der Start beim Pokal ansteht. Den Heimkampf gewannen die Ammerländer mit 10:3 gegen die Wesermärschler. Selbstvertrauen tankten die Schweewarder dann eine Woche, vor dem Abbruch durch die Corona-Krise, mit dem 16:0 Kantersieg gegen Spohle auf.

 

Frauen

 

Holttange – Schweinebrück  1:0

 

 

Vor zwei Jahren hatten die Ammerländerinnen den dreimaligen Pokalsieger im Halbfinale überraschend auf ihrer alten Wettkampfstrecke rausgeworfen. Der Kreisligist setzte sich anschließend die Krone auf mit dem Pokalsieg 2018 auf. Die Friesländer sicherlich auf Revanche besonnen. Es sollte sich erneut ein Wettkampf auf Augenhöhe entwickeln. Die neue Wettkampfstrecke ist vielseitig. Der erste Teil der Strecke beginnt mit einem geraden Ende, dann folgt die erste Rechtskurve und dann zwei aufeinanderfolgende langgezogene Linkskurven bis zur Auenbrücke. Nach der Brücke folgen noch drei Kurven und dann geht es mit einer breiten gerade Strecke weiter. Nach der ersten Kurve die Hausherrinnen in Führung. Kurz vor der Brücke die Schweinebrückerinnen in Front. Die Holtangerin Kirsten Meyer-Oltmer: „ Beide Mannschaften zeigten sehr gute Würfe. Am Ende unserer Strecke folgt dann ein schmales Ende, hier konnten wir unserer Vorsprung auf 1 Schoet ausbauen und warfen mit einem Vorsprung von 1 Schoet und 5 Meter über die Wende.“ Zurück mit der Holzkugel wurde der hart umkämpfte Schoet lange gehalten. Auf dem breiteren Stück kamen die Gäste besser in Fahrt und holte einen knappen Vorsprung heraus. Kurz vor der Brücke die Holtanger wieder vorn und konnten den Vorsprung halten. Die Schweinebrücker Holz blieb 12 Meter vor dem Ziel liegen. Elke Oltmer musste den entscheidenen Wurf nur noch über die Ziellinie bringen. Dies gelang ihr mit einem präzisen Wurf und die Kugel lief 25 Meter über die Ziellinie. Somit betrug die Siegweite knappe 37 Meter. Kirsten Meyer-Oltmer: „Wir sind wahnsinnig stolz, dass wir jetzt zum zweiten Mal im Landespokalfinale dabei sein können.“  Zum Team zählen Kirsten Meyer-Oltmer, Petra Hamann, Elke Oltmer, Ulrike Meinen-Bruns und Wiebke Miguez-Fernandez. Die Schweinebrücker Mannschaftsführerin Astrid Hinrichs: „ Sehr knapp, sehr spannend. Tolle neue Strecke in Holtange. Das Kantenglück spielte auch eine Rolle. Davon hatten die Holtangerinnen etwas mehr, und haben sich mächtig ins Zeug gelegt und letztendlich das bessere Ende für sich behalten,“ und ergänzt: „Das ist der Pokal mit den Überraschungen. 4 gegen 4 ist eben was anderes als 8 gegen 8 im Punktspiel. „Für Schweinebrück kamen Christine Janssen, Jana Schonvogel, Chantal Bohlen, Mareike Runge, Leentje Eggers und Astrid Hinrichs zum Einsatz.

 

Waddens (1. Kreisliga) – Torsholt (Bezirksliga)  6:0

 

Gleich mit dem Anwurf durch Mareile Folkens  gelang es den Gastgeberinnen einen Schoet zu holen. Beide  Mannschaften  waren etwas nervös. Es gelangen beiden Teams nur mittelprächtige Würfe. Der Waddenser Boßelwart Holger Bruns: „Aber so nach und nach kamen die Waddenser Frauen auf Spur. Aber Torsholt hielt Klasse dagegen.“  Auf der Hintour mit der Gummikugel wurde der 2. Schoet erkämpft. Die Gäste tauschten vor der Wende aus. Auf der Rücktour kamen bei den Butjentern, die Holzspezialisten Kerstin Grimm und Franziska Endom zum Einsatz. „Es entwickelte sich ein Kampf auf höchstem Niveau. Egal wie weit die Gäste warfen, unsere Mädels kamen immer ein kleines Stück weiter“, so der Boßelwart. Mitte der Rücktour wurde der Vorsprung auf 4 Schoet hochgeschraubt. Die Entscheidung durch Franziska Endom mit einem Superwurf durch die letzte Kurve.

Die Torsholterinnen da im Pech. Eine Kugel sprang auf dem Deichfuß und eine war zu tief gesetzt . Im Ziel dann ein sicherer 6:0 Erfolg vom Kreisliga Meister, gegen den eine Staffel höher angesiedelten Dritten der Bezirksliga. Für den Einzug ins Finale sorgten Nina Stoffers, Nana Stoffers, Mareile Folkens, Sarah Grimm, Kerstin Grimm und Franziska Endom.

Die Torsholter Mannschaftsführerin Petra Bödecker: „ Von dem Ligenbetrieb aus den Vorjahren haben wir nicht die besten Erinnerungen von der Deichstrecke. Aber mit neuen Werferinnen sind wir positiv gestimmt nach Butjadingen gefahren. Die Waddenserinnen  haben sehr gut geworfen. Wir haben auch eine gute Leistung gezeigt. Auf der Rücktour haben wir uns aber sehr schwer getan.“ Torsholt hielt mit Sabrina Frers, Wiebke Bödecker, Sarah Frerichs, Birte von Aschwege, Jule Bödecker und Merle Henschen dagegen.

 

Bei den Frauen Holtange gegen Waddens, erstmals ein Kreisliga-Duell, sicherlich auf Augenhöhe. Holtange setzte sich in der Punktspielsaison knapp mit 1:0 gegen den Kreisliga-Meister durch. Zum Rückkampf, wäre der letzte Spieltag gewesen, kam es nicht mehr, weil die Entscheidungen gefallen waren.

Kategorie: Landespokal, geschrieben am 11.07.2020 von Gyde Riesner