Landespokal 2019/20

 

Die Siegerteams kommen aus Spohle und Waddens

 

 

Bekhausen/WBö, Bei besten Wetterbedingungen liefen die Finals beim Landespokal im Boßeln für die Männer und Frauen über die Bühne. Spielleiter Erich Kuhlmann schickte die Mannschaften ab dem Dorfkrug in Bekhausen auf die Strecke, wo auch einige Fans die Tour begleiteten. In der Vorwoche wurden die Finalisten ermittelt. Gegenüber dem Punktspielbetrieb ist die Mannschaftsstärke im Pokal halbiert. Die Männer gehen mit 2 Gruppen, Holz und Gummi, mit 8 Aktiven auf die Strecke. Die Frauen werfen in einer Gruppe, Hintour Gummi, Rücktour Holz, mit 4 Sportlerinnen. Qualifiziert hatten sich bei den Männern die Landesligisten Schweewarden und Spohle. Bei den Frauen stand das Kreisliga-Duell zwischen Holtange und Waddens an. In beiden Duellen ging es spannend zu. Die Ergebnisse verkündigte Spielleiter Erich Kuhlmann draußen vor dem Dorfkrug. Die Vereine getrennt an ihren Tischen, da konnte auch die Abstandsregelung gut eingehalten werden. Das Händeschütteln der Siegerehrung blieb diesmal außen vor. Der Landesvorsitzender Helmut Riesner zu den Anwesenden: „ Ihr habt alle für unseren Friesensport gewonnen. Verloren haben die bei diesem Wettbewerb nicht angetreten sind. Ich freue mich das die Kugel wieder rollt.“ Der Spielleiter Erich Kuhlmann schon mit dem Gedanken und Vorplanungen zur neuen Saison, die im September beginnen soll:“ Bis Ende Juli können Vereine noch Wünsche bei der Terminplanung im Hinblick auf Heim- und Auswärtsbegegnungen mitteilen.“ Auch der Wiefelsteder Bürgermeister Jörg Pieper, selbst aktiver Boßler bei den Spohlern, schaute vorbei.

 

Die Finals

 

Männer

 

Schweewarden – Spohle  0:2

 

 

In den 5 Runden hatte der Titelverteidiger Schweewarden erneut den Sprung ins Finale geschafft.  Die Boßler aus dem Kreisverband Butjadingen verbuchten dabei  die Auswärtssiege in Waddens (Bezirksklasse) und bei den Kreisligisten Brunne und Büppel. Ein Ausrufezeichen setzte man im Viertelfinale mit dem Sieg gegen den Landesmeister Grabstede. Die Heimstärke kehrte man dann im Halbfinale auch gegen den Landesligisten Kreuzmoor/Bekhausen heraus. Die Spohler, die dem Kreisverband Waterkant angehören, 

hatten in der 1. Runde ein Freilos. Danach gab es nur noch Auswärtspartien für den Landesligisten  bei Grabstede II (Bezirksliga), Grünenkamp (Bezirksklasse), Mentzhausen (Landesliga) und Torsholt (Verbandsliga). Jetzt quasi die Heimpartie für die Ammerländer, die auf fast identischer Strecke, ihre Heimwettkämpfe von der anderen Seite her auf der Bekhauser Straße beginnen.  Im Punktspiel hatten sich die Ammerländer mit 10:3 gegen die Wesermärschler durchgesetzt. Selbstvertrauen hatten dann die Schweewarder eine Woche, vor dem Abbruch durch die Corona-Krise, mit dem 16:0 Kantersieg gegen Spohle getankt.

Der Schweewarder Kapitän Stefan Freese:“ Ein spannendes Duell. Leider haben wir nicht die Nerven behalten.“ Die Holz und die Gummi lagen an der Wende mit nur jeweils 30 Metern zurück. Stefan Freese:“ Auf der Rücktour besserten wir uns. So richtig Absetzen konnten wir uns aber auch nicht.“  Die Gummi hatte sogar schon 1 Schoet, verspielte das aber. Die Holz und die Gummi brachen nach der Autobahnüberführung Richtung Ziel durch die ansteigende S-Kurve ein. Der Schweewarder:“ Die Nerven lagen blank. Spohle siegte verdient.“ Die Holz gewann Spohle mit 2,041 Schoet und die Gummi folgte mit 45 Metern.

Der Spohler Sprecher Keven Hoots:“ In der Gummigruppe war es ein enger Wettkampf über die gesamte Strecke auf hohem Niveau. Die Führung wechselte oft hin und her und am Ende hatte unsere Gruppe die Nase vorn. „ Damit hat die Gummi in der Pokal-Saison jeden Wettkampf gewonnen. Keven Hoots:“ In der Holz Gruppe war das Niveau eher mittelmäßig. Speziell die Rücktour war nicht gut.“  Über Dreiviertel der Strecke wechselte die Führung oft hin und her. Der Spohler glücklich: „ In den letzten 3 Durchgängen konnten wir uns absetzen und noch 2 Schoet gewinnen. Die Fans fieberten mit, so der 55 jährige erfahrene Willi Müller, der in der Saison in der Ersten ausgeholfen hatte. Der Spohler: „ Das ging bei einigen Würfen ganz schön an die Nerven.“ 

Schweewarden: Karsten Bruns, Bjarne Frerichs, Björn Helmerichs, Janik Bruns, Christian Edzards, Denis Wache, Sascha Freese, Maik Wache, Stefan Freese, Andre Bruns, Torben Freese.

Spohle: Julian Rehme, Frank Müller, Jannis Gerdes, Marco Langerenken, Holger Folkens,

Andreas Stindt, Sascha Hemme, Markus Praß, Henning Heinen, Pascal Müller, Patrick Hattermann,  Keven Hoots, Marcel Frerichs, Mike Frerichs, Malte Hibbeler.

 

Frauen

 

Waddens – Holtange  1:0

 

 

Erstmals in der Pokalgeschichte stand ein Endspiel unter Kreisligisten an. Bei den Frauen erreichte man nach 4 Runden das Finale. Holtange warf im Halbfinale den großen Favoriten, den dreifachen Pokalsieger, den Landesligisten Schweinebrück raus. In der 1. Runde spielten die Ammerländer auch ihre Heimstärke gegen den Titelverteidiger, den Landesligisten Kreuzmoor/Bekhausen raus. In der 2. Runde wurde es beim Kreisklassenteam Seefeld knapp, 48 Meter gewonnen. In der 3. Runde stand noch ein Heimerfolg gegen den Ligakonkurrenten Bockhorn zu Papier. Waddens verbuchte in den ersten beiden Runden Auswärtserfolge bei den Kreisligisten Spohle II und Torsholt II. Anschließend konnte man auf die Heimstrecke am Deich, gegen die Bezirksligisten Mentzhausen und Torsholt bauen. Holtange stand vor 2 Jahren schon im Finale und gewann den Pott. Die Butjenter vorweg im Pech. Kerstin Grimm verletzte sich beim Abschlußtraining und auch Franzika Endom fiel aus. Birgit Schiwiy wurde kurzfristig mit aufgestellt, kam aber nicht zum Einsatz. Die Holtanger mit einem gewaltigen Anwurf. Es war der weiteste Anwurf des Tages, der wurde auch nicht von den Männern getoppt. Die Ammerländer führten somit vor der 1. Kurve schon mit einem Schoet.

Von beiden Seiten wurden hervorragende Würfe hingelegt. Mitte der Hintour holte Waddens auf. Die Holtanger Frauen machten aber weiterhin Druck und waren bei der Wende fast am 2 Schoet dran. Zurück mit der Holz, auch die ersten 3 Würfe der Wesermärschler noch nicht optimal. Die Waddenserin Sarah Bruns, mit einem Wurf genau auf die Mitte, läutete die Wende ein. Die Butjenterinnen kamen richtig in Fahrt. Ihnen gelang ein Top Wurf nach dem nächsten. Sarah Bruns, sonst eigentlich nur mit der Gummikugel aktiv, legte eine perfekte Rücktour mit der Holzkugel hin und wurde zum Matchwinner.

Mitte der Rücktour dann der erste Schoet für Waddens. Nina Stoffers warf 95 Meter über die Aufnahme bei der Autobahn heraus. Holtange mußte nach der Aufnahme, ganz oben von der Autobahnbrücke abwerfen und es kam ein toller 300 Meter Wurf dabei raus. Sarah Bruns zeigte sich unbeeindruckt und kam bis auf einige Meter an diesen tollen Wurf heran. Der Schoet war kaputt. Jetzt wurde noch mal eng. Die Entscheidung fiel in der letzten Kurve. Holtange gelang es nicht die Kugel über die Mitte zu werfen. Nane Stoffers mit einem Powerwurf der gute 200 Meter lief. Waddens jubelte zum Pokalgewinn mit dem Vorsprung von 170 Meter. Die Holtangerin Kirsten Meyer-Oltmer: „ Den 1 Schoet konnten wir lange für uns halten. Auf dem schmalen Stück mussten wir die Führung dann kurz abgeben, haben sie aber dann bis zur Wende wieder zurückgekämpft.“  Auf der Rücktour mit der Holzkugel ging die Führung ein paar Mal hin und her. Kirsten Meyer-Oltmer: „Am Ende hatte Waddens im richtigen Moment die Nase vor. Waddens hat eine starke, junge Mannschaft. Wir hatten leider ein paar Mal etwas Pech und konnten unsere gewohnte Leistung nicht in vollem Umfang abrufen. Wir sind trotzdem zufrieden mit dem Ausgang des Landespokals. Ich denke das wir definitiv unter Beweis stellen konnten, was in unserer Mannschaft steckt.“

Waddens: Sonja Micheel, Kerstin Grimm, Franziska Endom, Birgit Schiwy, Marie Köchel, Lena Büsing, Imke Köchel, Nina Stoffers, Sarah Bruns, Nane Stoffers, Mareile Folkens.

Holtange: Kirsten Meyer-Oltmer, Maren Koopmann, Elke Oltmer, Ulrike Meinen-Bruns und Wiebke Miguez-Fernandez.

 

 

 

 

 

Kategorie: Landespokal, geschrieben am 27.07.2020 von Gyde Riesner