Stadland Männer I holen sich die Wanderplakette zurück

 

Hendrik Rüdebusch gelingt die Titelverteidigung

 

 

Altjührden/WBö, Der Mehrkampf des Friesischen Klootschießerverbands (FKV) in Altjührden an den zwei Tagen bei hochsommerlichen Bedingungen über 30 Grad. Da waren nach den einzelnen Disziplinen die Schattenplätze gefragt. Angenehm tat der Wind gut. Die Boßelstrecken nicht weit vom Sportplatz auf der Ahrensberger Straße waren anspruchsvoll. Auf dem trockenen Sportplatz, Staub wirbelte auf, Topbedingungen vorhanden. Auf der Weide hätte sich der ein oder andere Aktive beim Anlauf das Gras in Rasenhöhe gewünscht. An den zwei Tagen, gingen 290 Sportler, 172 Jugendliche, 118 Erwachsene, Vorjahr 311, auf die Bahnen. Der Mehrkampf, auch Olympiade der Friesensportler genannt, setzt sich zusammen aus den fünf Disziplinen Straßenboßeln (Holz und Gummi), Weideboßeln, Schleuderball und Klootschießen. Mit jedem Wurfgerät stehen drei Würfe an, wobei die zwei Besten in die Wertung fließen. Für die Punktewertung wird im Straßenboßeln, die Meterzahl halbiert. Beim Weideboßeln und Klootschießen ist ein Meter auch ein Punkt und im Schleuderball erhält man für 0,75 Meter einen Punkt. In jeder Altersklasse können aus den Kreisverbänden sechs Aktive teilnehmen. Für die Mannschaftswertung zählen fünf Sportler. Jeweils das schlechteste Ergebnis in der einzelnen Runde wird von einem Werfer gestrichen. Für die Teamwertung, bis auf die beiden Hauptklassen Frauen I und Männer I, werden jeweils zwei Altersklassen zusammengefasst. In der Männer-Hauptklasse, 48 Aktive,  die Topwerfer auf gleichem Niveau, nah beieinander. Ein Favorit kristallisierte sich nicht heraus. Eine Prognose auf den Sieger hatte keiner parat. Fünf Aktive knackten die 800 Punkte Marke. Für den Titelverteidiger Hendrik Rüdebusch, Vielstedt-Hude, sollte es mit 837,03 Punkten, erneut für die Goldmedaille reichen. Der 29 jährige Meister: „ Mit der Holzkugel habe ich nicht so richtig in den Wettkampf gefunden, dafür mit Gummi umso besser. Zu dem Zeitpunkt war mir klar, dass ich auf dem Feld überzeugen muss, um ganz oben dabei zu sein. Mit der Weideboßelkugel ist mir das sehr gut gelungen, wobei ich mich ärgere, dass ich nicht den Tageshöchstwurf mit der Weideboßel geschafft habe. Schleuderball war aus meiner Sicht eher mäßig, ich tue mich vor dem Balken aber immer schon schwer. Mit der Klootkugel konnte ich dann Boden gut machen, wobei mir Ludger da sehr dicht im Nacken gesessen hat. Im Großen und Ganzen gab es sicher Verbesserungsmöglichkeiten, freue mich aber riesig über den ersten Platz. Es war ein sehr starkes Teilnehmerfeld.“ Der Ex-Meister Ludger Ruch, Mentzhausen, fehlten mit den 830,07 Zählern, nur 7 Punkte zum Titel. Bronze gewann Jelde Eden, Willmsfeld, mit 818,27 Punkten. Der Sieger vor zwei Jahren, Daniel Heiken, Schirumer-Leegmoor, mit 809,43 Punkten auf den „undankbaren“ 4. Platz. Auf fünf mit Stefan Runge, Kreuzmoor, 805,30, der auch schon auf dem Meisterschaftsthron stand. Überraschend auf sechs Sönke Heinemann, Moorriem, 791,97, durch die Top-Boßelergebnisse. In der Teamwertung löste Stadland, den Vorjahressieger Butjadingen, mit 3853,93 Punkten, deutlich ab. Die Stadlander hatten bis 2017 drei Siege in Folge eingefahren. Beim Siegerteam brachten sich Ludger Ruch, Marcel Brunken, Niklas Wulff, Claas Decker, alle Mentzhausen, Stefan Runge, Kreuzmoor und Sönke Heinemann, Moorriem, ein. Um die nächsten Plätze ging es eng zu. Zweiter wurde Butjadingen, bei denen der Leistungsträger Nils Ottersberg, Abbehausen fehlte, mit 3595,27 vor Aurich, 3550,43. Bei den Frauen I patzte die Titelverteidigerin Ann-Christin Peters beim Schleuderballwurf. Die Ardorferin mit 542,87 Punkten dann auf sieben. Neue Königin wurde Bianca Blum. Die Theenerin knackte mit 623,17 Pinkten als einzige Sportlerin die 600 Punkte Marke. Die glückliche Siegerin: „ Auf der runde Boßelstrecke gute Leistungen vollbracht. Auf der hervorragende Weideboßelbahn hat es Spaß gemacht alles unter Beweis zu stellen. Hier bin ich total zufrieden mit meiner Leistung. Die Schleuderballbahn leider unglücklich gegen den Wind aufgebaut. Der Anlauf auf der Weide war nicht einfach. Den krönenden Abschluss habe ich mit dem Kloot mit drei Würfen über 44 Meter erreicht. Das ist eigentlich nicht meine Disziplin. Da war ich auf Kreisebene noch deutlich schlechter. Die Klootschießereuropameisterin Anke Redelfs, Utgast, 581,20, gewann Silber. Bronze ging an Nane Stoffers, Waddens, 571,10, gefolgt von Antje Wulff, Mentzhausen, 568,57 Zähler. In der Teamwertung um Rang eins, ein knapper Zweikampf. Die Wanderplakette nahm Esens, 2687,17, Punkte. Zweiter wurde Norden, 2630,80, vor Aurich, 2533,37. Der Vorjahressieger Wittmund, 2461,57 auf vier. Bei den Männern II, in der Vorsaison Vizemeister, Thomas  Hinrichs, Westerende, 727,77 wieder auf eins, gefolgt von Bert Stroje, Reiitland, 705,57 und Claus Dieter Siebolds, Tannenhausen, 754,73.  Eine Bank bei den Männern III ist Alfred Wulff. Der Mentzhauser, gewann mit Top 724,13 Punkten, seinen 5. Titel in Folge in dieser Altersklasse. Silber ging an Helmut Janssen, Dietrichsfeld, 668,77, vor Hero Gerdes, Großheide, 665,53. In der Mannschaftswertung M II/III  Aurich, 3424,97 erneut vorn, vor Friedeburg, 3367,50 und Stadland, 3193,93. Bei den Frauen II mit 8 Werferinnen das Feld übersichtlich. Die Medaillengewinnerinnen kommen aus der Wesermarsch. 1. Inka Haase, Stollhamm, 488,00. Wie im Vorjahr, Sandra Onken, Seefeld, 457,47 mit Silber. Dritte wurde die Siegerin vor 2 Jahren, Karin Ledebuhr, Kreuzmoor, 437,00. Nur 5 Aktive bei den Frauen III. Insa Weets, Holtgast, 466,20 gelang die Titelverteidigung. Silber ging an Irmgard Hellmers, Esenshamm, 441,30, vor Helene-Itzen-Schmidt, Westeraccum, 370,00. Nur eine Mannschaft für die Teamwertung. Butjadingen, 2128,10  nahm die Wanderplakette wieder mit. Die beiden Posten Fachwart Hollandkugel und Kloot ja vakant. Aus dem Vorstand brachten sich der FKV-Vorsitzende Jan-Dirk Vogts und der Boßelwart Alwin Jurisch ein. Lob sprach man dem Kreisverband Waterkant, rund um den Vorsitzenden Ralf Lührung und den zahlreichen Helfern aus den Vereinen aus. Der Vorsitzender angesichts der Beteiligung: „  Kreise beim Boßeln dabei. Das Einbringen bei den Feldkampfdisziplinen muss besser werden.“ Alwin Jurisch nicht nur der Boßelfachwart. Am 2. Tag brachte er sich als Moderator direkt am Wettkampfgeschehen auf dem Sportplatz mit den Infos zu den Sportlern bestens ein.

Bilder: www.nwz.online.de

Ergebnisse: www.klv-oldenburg.de

 

 

Kategorie: FKV - Mehrkampf - Berichte, geschrieben am 06.07.2019 von Gyde Riesner