Die Europameisterschaft auf 2021 verschoben

 

Nachvollziehbar und das Bedauern vom sportlichem Aus

 

 

Meldorf/WBö, Die Europameisterschaft der Friesensportler verschoben. Der Verband Schleswig-Holsteinischer Boßler (VSHB) ist Ausrichter der 16. Europameisterschaft. Diese sollte vom 21. bis 24. Mai 2020 stattfinden. Das große internationale Treffen der Schleswig-Holsteiner, Ostfriesen und Oldenburger, Niederländer, Iren und Italiener wird nun im nächsten Jahr vom 13. bis zum 16. Mai ausgetragen. Bedauern und Enttäuschung über den verschobenen großen Höhepunkt der Friesensportler, den es seit 1969 gibt und der nur alle vier Jahre auf dem Programm steht, wichen schnell der Einsicht und der Erleichterung, die richtige Entscheidung angesichts der Ausnahmesituation getroffen zu haben. Der FKV Vorsitzender Jan-Dirk Vogts:“ Die Entscheidung gemeinsam getroffen. Auch gemeinsam werden wir vom Vorstand die Rahmenbedingungen im Bezug der Qualifikation für die nächste Saison festlegen. Dazu wird die jetzige Qualifikation mit zu betrachten sein. Überlegungen auch wegen der Altersgrenze bei den Jugendlichen, ob man wegen der besonderen Situation, da im kommenden Jahr anders mit umgeht, und die Jugendliche die dann die Altersgrenze der Erwachsenen erreicht haben, noch zulässt,“ und er ergänzt:“ Verwundert bin ich über Anrufe, im Bezug über aufrechterhaltene Aktivitäten im Boßeln zu dieser Zeit, so von Senioren. Mit allem muss man sich zurückhalten. Die Gesundheit steht an 1. Stelle.“ Bei einer Jugendzulassung, Anhebung der Altersklasse um ein Jahr, müsste das Gremium der International Bowlplaying Association (IBA) eine Ausnahmeregelung aussprechen. Der Ausrichter, der Verband Schleswig Holsteinischer Boßler (VSHB) durchlebten ein Wechselbad der Gefühle, so aus den Worten vom Vorsitzenden Ernst Hinrich Reimers und Vorstandskollege Reimer Diercks: „Wir haben uns unheimlich gefreut, dass es bald losgeht, und standen in den Startlöchern. Aber natürlich müssen wir die aktuelle Lage berücksichtigen und reagieren.“ Finanzielle Verluste sind für die Gastgeber und dem FKV nicht zu erwarten. Reimer Diercks als Vizepräsident der IBA, im ständigen Austausch mit dem IBA-Präsidenten Alois Timmerhuis aus den Niederlanden. Der IBA Präsident sprach mit den Irländern, die auch schon einen Start ausgeschlossen hatten. Nach der augenblicklichen Lage, wäre mit den Italiener nicht zu rechnen gewesen. Somit ein internationaler Vergleich in weiter Ferne. Bei der EM, nun im kommenden Jahr, dürften Kosten von 26 000 bis 28 000 Euro anfallen. Der FKV, hat durch den Geschäftsführer Peter Brauer die Buchungen der beiden Hotels und der Busse storniert, und gleich wieder für den Mai 2021 gebucht. Im Jahr 2024 würde danach die EM im FKV-Land, in Neuharlingersiel anstehen. Der FKV Geschäftsführer: „Der gastgebende Kreisverband Esens hat dafür schon viel an Vorarbeit geleistet. So ist die  Jugendherberge mit fast 400 Betten schon komplett gebucht.“ Aktive aus dem Landesverband Oldenburg, die bei der EM dabei gewesen wären, die Entscheidung, für alle nachvollziehbar, in der Corona-Pandemie, aber aus sportlicher Sicht enttäuschend. Mit der Hollandkugel, die Ammerländerin Wiebke Schröder, mit Rang eins voll in der Spur. Die 31 jährige die fünffache FKV-Meisterin, die für den KBV Haarenstroth antritt: „Schade ich war voll im Training. Mitten in der Quali. Noch 2 Werfen und dann das.“ Mit dem Kloot holte sich Lena Stulke, KBV Schweinebrück, 2012 in Pesaro/Italien den Jugend-Europameistertitel. Vier Jahre später 2016 im Frauenfeld wurde sie Vize-Europameisterin. Jetzt die Schweinebrückerin in der Quali vorn:“ Sehr schade. Die ganze Zeit darauf vorbereitet. Habe bis jetzt schon gut was abgeliefert. War mit dem Training gut drin.“ Die 22 jährige schaut positiv nach vorn: „ Habe jetzt noch länger Zeit mich vorzubereiten.“ Bestens dabei auch Thore Bruns, KBV Waddens bei der männlichen Jugend. Thore wird im April achtzehn. Somit wechselt er im Sommer (01.07.2020) in die Männerklasse. Sein Vater, Stefan Bruns, der Feldobmann vom Klootschießer Landesverband Oldenburg (KLVO): „ Nach dem jetzigen Stand kann er im nächsten Jahr nicht mehr in der Jugend bei der EM starten. Das ist eine ganz bittere Geschichte.“ Nach der Deutschen Meister 2018 in Aurich, die Aussage von Thore:“ Als nächstes greifen wir bei der EM an. Nach nun knapp zwei Jahre Vorbereitung dann sowas. Die Enttäuschung ist riesengroß. Wie es nun weitergeht, weiß man nicht. Ich bleibe erstmal weiter im Training.“ Der enttäuschte Stefan Bruns: „ Irgendwann gehts ja weiter. Aber ob nochmal die Chance besteht, bei einer EM dabei zu sein, weiß man ja nicht. Die Form ist zumindest ansteigend gewesen, die letzten Trainingseinheiten waren sehr gut. jetzt geht es darum, die Jugendzeit gut zu Ende zu bringen. Thore hätte bei der EM sicher gute Chancen auf Einzelmedaillen gehabt. Da kann sich jeder ausmalen, was in ihm vorgeht. Bei den Männern wird die Qualifikation ungleich schwieriger. Mal sehen ob wir daran teilnehmen. Wir lassen das erstmal sacken, und warten ab, wie es nun weitergeht. Die Entscheidung, die EM zu verschieben, musste allerdings gefällt werden, daran gibt es natürlich keinen Zweifel. Sportlich gegen einen besseren Werfer zu verlieren ist auf jeden Fall einfacher, als sich einem Virus geschlagen geben zu müssen.“ Jana Meiners, Mentzhauser TV sportlich nicht nur mit dem Kloot gut. Im Vorjahr gewann die 15 jährige die 3. Deutsche Meisterschaft in Folge im Schleuderballweitwurf. Janna: „ War sehr gut dabei. Habe mindestens 2 Mal in der Woche trainiert. Dazu zählten auch die Einheiten in der Halle.“ Durch die Verschiebung sieht sie auch etwas Positives: „ Dann bin ich ein Jahr älter und leistungsmäßig steigen die Chancen gegen die anderen.“

Kategorie: Europameisterschaften , geschrieben am 11.04.2020 von Gyde Riesner